Mit 30 Kindern auf Entdeckungsreise zu den Sternen

Ferienprogramm der Sternenfreunde Brombachsee begeistert junge Nachwuchsastronomen

Was gibt es Spannenderes, als in einer lauen Sommernacht gemeinsam den Sternenhimmel zu entdecken? Genau das konnten 30 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren am vergangenen Freitag, 28. August, bei den Sternenfreunden Brombachsee erleben. Im Rahmen des Ferien-Jugendprogramms waren sie mit zahlreichen Eltern zur Herbert-Albrecht-Sternwarte nach Ramsberg gekommen.

Bei bestem Sternenwetter startete das Programm um 19 Uhr zunächst noch bei Tageslicht. Die Kinder begaben sich auf eine Reise durch unser Sonnensystem und erfuhren viel Interessantes über die Planeten und unsere Sonne. Ein weiteres Thema waren die Jahreszeiten. Anschaulich wurde erklärt, warum sich der Sonnenstand im Laufe des Jahres verändert und weshalb wir dadurch Sommer und Winter erleben.

Natürlich durfte auch der praktische Teil nicht fehlen. Mit viel Eifer bastelten die Kinder ihre eigene Sternkarte, die später beim Blick an den Nachthimmel gleich ausprobiert werden konnte. Beim Zusammensetzen eines ISS-Puzzles war außerdem Geschick gefragt. Und beim Astro-Quiz zeigte sich anschließend, wer schon zum kleinen Astronomie-Experten geworden war.

Während draußen langsam die Dämmerung hereinbrach, stellten die Sternenfreunde die verschiedenen Teleskope vor. Die Kinder erfuhren, wie die Instrumente funktionieren und was man damit am Himmel beobachten kann.

Dann war es endlich so weit: Die Nacht war dunkel genug für den Blick ins Weltall.

Gespannt warteten die jungen Teilnehmer darauf, selbst einmal durch die Teleskope zu schauen. Was vorher nur als kleiner Lichtpunkt am Himmel zu sehen war, konnte nun durch das Okular viel genauer betrachtet werden. Die Begeisterung war groß – und natürlich ließen es sich auch die begleitenden Eltern nicht nehmen, einen Blick durch die Teleskope zu werfen.

Gegen 22 Uhr endete der offizielle Teil des Ferienprogramms. Die Kinder wurden wieder ihren Eltern übergeben. Doch einige Familien konnten sich offenbar noch nicht so recht vom Sternenhimmel trennen und nutzten das hervorragende Wetter, um noch eine Weile gemeinsam an der Sternwarte weiterzubeobachten.

Für die Sternenfreunde Brombachsee war es ein rundum gelungener Ferienabend. Besonders schön war zu sehen, mit welcher Begeisterung und Neugier die Kinder bei der Sache waren.

Vielleicht hat an diesem Abend nicht nur die eine oder andere Sternkarte ihren Platz im Kinderzimmer gefunden, sondern auch die Astronomie selbst.

Fotos: Werner Sauer

Halbzeit bei der Messier-Rallye

Galaxien, Sternhaufen und planetare Nebel stehen derzeit bei den Sternenfreunden Brombachsee auf dem Beobachtungsprogramm. Mit der Messier-Rallye haben sich die Sternenfreunde vorgenommen, die faszinierende Welt des Messier-Katalogs gemeinsam mit ihren Besuchern und Teilnehmern zu erkunden. Inzwischen ist Halbzeit bei der Beobachtungsreihe.

Dabei verfolgen die Sternenfreunde einen etwas anderen Ansatz als viele andere Astronomievereine. Während eine solche Rallye andernorts durchaus in ein oder zwei Nächten absolviert wird, lassen sich die Sternenfreunde bewusst Zeit. „Bei uns geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Objekte abzuhaken“, lautet der Grundgedanke der Aktion.

Viel wichtiger ist das gemeinsame Beobachten. Die Teilnehmer können Fragen stellen, sich die verschiedenen Himmelsobjekte erklären lassen und haben ausreichend Zeit, selbst durch die Teleskope zu schauen. Dabei wird nicht einfach nur ein Objekt auf der Liste abgehakt – vielmehr geht es darum, die Besonderheiten von Galaxien, Sternhaufen und planetaren Nebeln kennenzulernen und die Eindrücke am Teleskop gemeinsam zu besprechen.

Und natürlich gehört auch das Genießen des Sternenhimmels dazu. Denn wer sich die Zeit nimmt und länger beobachtet, entdeckt oft Details, die beim ersten Blick noch verborgen bleiben.

Die Messier-Rallye geht nun in ihre zweite Hälfte. Bei geeignetem Wetter wird weiterhin jeden Freitagabend an der Herbert-Albrecht-Sternwarte in Ramsberg beobachtet. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, eine Stempelkarte für einen Euro zu erwerben und die Sternenfreunde auf ihrer Reise durch den Messier-Katalog zu begleiten – ganz ohne Zeitdruck und mit viel Gelegenheit zum Staunen.

Mitmachen ist jederzeit möglich!

Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 lockt rund 300 Besucher an den Weinberg


Großes „Happening“ am Aussichtspunkt bei Ramsberg – Sternenfreunde Brombachsee ermöglichen sichere Beobachtung

Rund 300 Menschen versammelten sich am Mittwochabend auf dem Nordhang des Weinberges bei Ramsberg, um ein besonderes Himmelsschauspiel zu erleben: die partielle Sonnenfinsternis. Für die Sternenfreunde Brombachsee war der Abend ein beeindruckendes Erlebnis – nicht nur wegen der Finsternis selbst, sondern auch wegen der großen Zahl begeisterter Besucher.

Bereits kurz vor Beginn der Finsternis füllte sich der Beobachtungsplatz. Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren gekommen, um den Mond dabei zu beobachten, wie er sich langsam vor die Sonne schob. Aus dem geplanten Beobachtungsabend entwickelte sich schnell ein großes „Happening“.

Die Sternenfreunde hatten verschiedene Teleskope und Beobachtungsgeräte aufgebaut. Zum Einsatz kamen mehrere Sonnenteleskope, Binokulare sowie ein 8-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Teleskop. Sämtliche Geräte waren mit speziellen Sonnenfiltern ausgestattet und ermöglichten damit eine sichere Beobachtung der Sonne. Zusätzlich standen Sonnenfinsternisbrillen für die Besucher zur Verfügung.

Besonders beeindruckend war der Andrang an den Teleskopen. Die Geräte waren zeitweise dicht von Zuschauern umringt, die geduldig darauf warteten, einen Blick durch die Okulare zu werfen. Für viele Besucher war es die erste Gelegenheit, eine Sonnenfinsternis durch ein Teleskop zu verfolgen und dabei die Veränderungen auf der Sonnenscheibe aus nächster Nähe zu beobachten.

Doch nicht nur die Finsternis selbst sorgte für Begeisterung. Auch die Atmosphäre auf dem Weinberg war etwas Besonderes. Rund 300 Menschen standen gemeinsam auf dem Hang, blickten in den Himmel und teilten ihre Begeisterung für dieses seltene Naturschauspiel.

Besonders nachdenklich stimmte dabei die Bemerkung eines Besuchers: „Es ist faszinierend, wie viele Menschen hier zusammenkommen, um gemeinsam ein Naturschauspiel zu erleben. Alle stehen nebeneinander, kommen miteinander ins Gespräch und freuen sich über denselben besonderen Moment. Wenn unser Miteinander doch nur öfter so unkompliziert und selbstverständlich wäre.“

Für die Sternenfreunde Brombachsee war die Sonnenfinsternis damit weit mehr als eine astronomische Beobachtung. Sie zeigte, wie sehr der Blick zum Himmel Menschen zusammenbringen kann. Wissenschaftliche Information, gemeinsames Staunen und die Freude an der Astronomie standen an diesem Abend gleichermaßen im Mittelpunkt.

Die Sternenfreunde Brombachsee bedanken sich bei allen Besuchern für das große Interesse und die schöne Atmosphäre. Der Abend auf dem Weinberg wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Fotos: Sternenfreunde Brombachsee e.V.

25 Jahre Sternenfreunde Brombachsee – ein Jubiläumsabend unter den Sternen

Von der Sonnenbeobachtung bis zu fernen Galaxien – die „Nacht der offenen Tür“ auf der Herbert-Albrecht-Sternwarte wurde zum Publikumsmagneten

Ramsberg. Strahlender Sonnenschein am späten Nachmittag und ein klarer Sternenhimmel in der Nacht – die äußeren Bedingungen hätten für die Jubiläumsveranstaltung der Sternenfreunde Brombachsee kaum besser sein können. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hatten die Sternenfreunde am Freitag, 7. August, zur „Nacht der offenen Tür“ auf die Herbert-Albrecht-Sternwarte bei Ramsberg eingeladen. Nach Einschätzung des Vereins kamen im Laufe des Abends rund 200 bis 300 Besucher.

Offiziell begann die Veranstaltung um 17 Uhr. Die ersten neugierigen Gäste waren allerdings bereits eine Stunde zuvor vor Ort. Während die Vereinsmitglieder noch die Sonnenteleskope aufbauten, trafen weitere Besucher ein und wollten wissen, was es am Himmel zu entdecken gab.

Zunächst stand die Sonne im Mittelpunkt. Mit einem der Teleskope, das mit einem H-Alpha-Filter ausgestattet war, konnten eindrucksvoll Protuberanzen am Sonnenrand beobachtet werden. Das zweite Instrument verfügte über einen grünlich-weißen Filter und ermöglichte den Blick auf die Sonnenoberfläche. Dort waren an diesem Tag allerdings nur wenige einzelne Sonnenflecken zu erkennen.

Besonders groß war die Neugier bei den jüngsten Besuchern. Kleine Kinder, Jugendliche und Erwachsene wechselten sich an den Teleskopen ab und warfen einen Blick auf unseren Stern (gemeint ist die Sonne). Viele zeigten sich überrascht, welche Strukturen sich mit geeigneten Instrumenten auf der Sonne erkennen lassen.

Bei angenehmen Temperaturen entwickelte sich rund um die Sternwarte schnell eine gesellige Atmosphäre. Tische und Bänke luden zum Verweilen ein, gekühlte Getränke sorgten für Erfrischung. Da der Sonnenuntergang noch einige Zeit auf sich warten ließ, nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich die großen Teleskope der Sternwarte erklären zu lassen.

Dabei entwickelte sich ein reger Austausch. Die Fragen der Besucher reichten von der Himmelsmechanik und dem Aufbau unserer Milchstraße über Sonnen und Planeten bis hin zu den Geheimnissen Schwarzer Löcher. Auch die bevorstehende partielle Sonnenfinsternis am 12. August war ein häufig angesprochenes Thema. Die Vereinsmitglieder nahmen sich viel Zeit für die Fragen und erklärten die astronomischen Zusammenhänge anschaulich und verständlich.

Mit Einbruch der Dunkelheit wechselte das Programm vom Sonnensystem zu den Tiefen des Weltalls. Die ersten Sterne wurden sichtbar. Allen voran zeigte sich die Vega, gefolgt von Deneb und Altair und formten das Sommerdreieck. Nach und nach wurde der Himmel immer sternenreicher.

Nun kamen die großen Teleskope der Sternwarte zum Einsatz. Neben zahlreichen Sternen konnten auch weiter entfernte Himmelsobjekte beobachtet werden. Besonders beeindruckend präsentierte sich der Kugelsternhaufen M13, dessen unzählige Sterne sich im Teleskop erkennen ließen. Auch einzelne Galaxien konnten erfolgreich ins Visier genommen werden.

Während manche Besucher nach einem langen Abend den Heimweg antraten, blieben andere bis spät in die Nacht. Gegen 23.30 Uhr waren schließlich nur noch besonders ausdauernde Sternenfreunde und Astronomiebegeisterte vor Ort, die den klaren Sternenhimmel und die Beobachtungsmöglichkeiten noch in vollen Zügen genossen.

Für die Sternenfreunde Brombachsee war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die große Besucherzahl und vor allem das anhaltende Interesse an den astronomischen Themen machten den Jubiläumsabend zu einem besonderen Erlebnis. „Es hat uns riesig gefreut, dass so viele Menschen gekommen sind und sich für unsere Arbeit und die Astronomie interessiert haben“, lautet das Fazit der Sternenfreunde.

Nach 25 Jahren Vereinsgeschichte ist damit eines deutlich geworden: Der Blick in den Himmel fasziniert die Menschen nach wie vor – und die Sternenfreunde Brombachsee wollen auch künftig ihren Teil dazu beitragen, diese Faszination weiterzugeben.

Fotos: Sternenfreunde Brombachsee e.V.

Besuch bei der Astronomischen Vereinigung Weikersheim

Am Samstag, den 18. Juli 2026, unternahmen mehrere Mitglieder der Sternenfreunde Brombachsee e.V. eine Vereinsfahrt nach Weikersheim, um die befreundete Astronomische Vereinigung Weikersheim zu besuchen.


Im Mittelpunkt des Treffens standen der persönliche Austausch und das gemeinsame Interesse an der Astronomie. Nach der herzlichen Begrüßung erhielten die Besucher eine Führung über das Vereinsgelände und durch die Sternwarte. Dabei wurden die verschiedenen Teleskope und technischen Einrichtungen vorgestellt sowie interessante Einblicke in die Arbeit des Vereins gegeben.

Bei angenehmer Atmosphäre bot sich ausreichend Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und über aktuelle Projekte, Beobachtungsmöglichkeiten sowie die Vereinsarbeit zu sprechen. Solche Begegnungen sind für beide Vereine eine wertvolle Möglichkeit, voneinander zu lernen und bestehende Freundschaften zu pflegen.

Auch das gesellige Beisammensein kam nicht zu kurz. Bei guten Gesprächen wurden zahlreiche gemeinsame Interessen entdeckt und Ideen für zukünftige Treffen und mögliche gemeinsame Veranstaltungen entwickelt.

Die Sternenfreunde Brombachsee bedanken sich herzlich für die große Gastfreundschaft und den gelungenen Tag in Weikersheim. Der Besuch wird allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben und hat die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden astronomischen Vereinen weiter vertieft.

Sternenfreunde Brombachsee zu Gast an der Grundschule Pleinfeld

Am Donnerstag, den 16. Juli 2026, waren die Sternenfreunde Brombachsee zu Gast an der Grundschule Pleinfeld. Rund 60 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen nahmen an der abwechslungsreichen Astronomie-Veranstaltung teil. Die Abendveranstaltung begann gegen 21:30 Uhr und endete gegen 23:30 Uhr.

Ursprünglich war geplant, auf dem Schulgelände verschiedene Teleskope aufzubauen und gemeinsam den Sternenhimmel zu erkunden. Aufgrund des regnerischen Wetters musste das Programm jedoch kurzfristig in die Schulräume verlegt werden. Dies tat der Begeisterung der Schüler jedoch keinen Abbruch.

Nach einer gemeinsamen Einführung durch Frank Menzel sorgten beeindruckende Aufnahmen der Milchstraße, von Sternhaufen und anderen faszinierenden Himmelsobjekten bereits zu Beginn für staunende Gesichter. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in mehrere Gruppen aufgeteilt und konnten an verschiedenen Stationen die Welt der Astronomie entdecken.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten unter anderem die Orientierung am Sternenhimmel, spannende Geschichten zu den Sternbildern, ein ISS-Puzzle sowie Wissenswertes über Teleskope und deren Funktionsweise. Ein weiterer Programmpunkt waren selbst gebastelte drehbare Sternkarten, deren Funktionsweise den Kindern erklärt wurde. Viele wollten anschließend ganz genau wissen, wie man mit ihnen die Sternbilder am Himmel findet.

Das Interesse der Kinder war während der gesamten Veranstaltung außergewöhnlich groß. Es wurden unzählige Fragen gestellt – von der Orientierung am Nachthimmel bis hin zur Funktionsweise verschiedener Teleskope. Einige Schülerinnen und Schüler hatten sogar ihre eigenen Teleskope mitgebracht und nutzten die Gelegenheit, sich Tipps und Erklärungen von den Sternenfreunden geben zu lassen.

Auch wenn die geplante Beobachtung des Sternenhimmels wetterbedingt entfallen musste, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die große Neugier, die aktive Mitarbeit und die Begeisterung der Kinder zeigten eindrucksvoll, wie faszinierend Astronomie bereits in jungen Jahren sein kann.

Die Sternenfreunde Brombachsee bedanken sich herzlich bei der Schulleitung sowie dem Lehrerkollegium der Grundschule Pleinfeld für die Einladung und die hervorragende Organisation. Gerne kommen die Vereinsmitglieder wieder, um die Begeisterung für den Sternenhimmel mit den jungen Entdeckerinnen und Entdeckern zu teilen.

25 Jahre Sternenfreunde Brombachsee e.V.

Die Sternenfreunde Brombachsee feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und laden aus diesem Anlass herzlich zu einer Nacht der offenen Tür auf die Herbert-Albrecht-Sternwarte ein.

Am Freitag, 7. August 2026, erhalten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Sternwarte kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der astronomischen Arbeit zu werfen. Die Vereinsmitglieder stellen die verschiedenen Teleskope vor, erläutern deren Funktionsweise und beantworten Fragen rund um Astronomie und Sternbeobachtung.

Bei geeignetem Wetter kann am frühen Abend die Sonne mit speziellen Sonnenteleskopen sicher beobachtet werden. Dabei lassen sich faszinierende Details wie Protuberanzen und Sonnenflecken entdecken. Nach Einbruch der Dunkelheit richtet sich der Blick auf Sterne, Sternhaufen, Galaxien und andere Himmelsobjekte. Außerdem werden die wichtigsten Sternbilder gezeigt und erklärt.

Beginn der Nacht der offenen Tür ist um 17:00 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Getränke und Grillwaren werden angeboten, solange der Vorrat reicht.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten – ob jung oder alt, Einsteiger oder erfahrene Sternfreunde – sind herzlich willkommen.

Die Sternenfreunde Brombachsee freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf einen gemeinsamen Blick in die faszinierende Welt der Astronomie.

Bericht zur Jahreshauptversammlung

mit Wahl der Vorstandsschaft und Ehrung der Jubilare

Am Mittwoch, 15.4.2026 fand im Rahmen der Mitgliederversammlung die turnusmäßige Wahl der Vorstandschaft statt. Insgesamt 23 Vereinsmitglieder waren anwesend und zeigten damit ihr großes Interesse am Vereinsleben.

Nach der Begrüßung und einem kurzen Rückblick wurde die Wahl ordnungsgemäß durchgeführt. Zunächst wurden die Vorstandschaft sowie der Kassenführer von der Versammlung einstimmig entlastet.

Der bisherige Vorsitzende Harald Litwa stellte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl und schied auf eigenem Wunsch aus seinem Amt aus. Für sein langjähriges Engagement wurde ihm im Anschluss mit langen Applaus gedankt und gebührend verabschiedet.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden Denis Burkhardt zum 1. Vorsitzenden, Frank Menzel zum 1. Stellvertreter sowie Michael Bloß zum 2. Stellvertreter gewählt. Sämtliche Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen. Alle Gewählten nahmen die Wahl an und bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

v.l.n.r.: Christian Petschl – Kassenwart, Denis Burkhardt – Vorsitzender, Frank Menzel – 1. Stellvertreter, Michael Bloß – 2. Stellvertreter, Harald Litwa ehem. Vorsitzender, Werner Sauer – Wahlleiter

Foto: Mariano Cibotti


Der Verein blickt damit gut aufgestellt in die Zukunft und freut sich auf die kommenden Aufgaben und Veranstaltungen.


Ein besonderer Moment der Versammlung war zudem die Ehrung langjähriger Mitglieder: Zahlreiche Gründungsmitglieder wurden für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet, zudem wurde ein Mitglied für sein zehnjähriges Jubiläum geehrt. Als besondere Anerkennung erhielten die Geehrten jeweils ein kleines Bruchstück eines Meteoriten.

Foto: Werner Sauer

Auftakt zur Messier-Rallye

Die Startveranstaltung zur Messier-Rallye fand im Gasthof Bayerischer Hof in Spalt statt. Insgesamt konnten vier Gäste sowie 15 Sternenfreunde begrüßt werden, die sich über das Konzept der neuen Beobachtungsreihe informierten.

Im Mittelpunkt des Abends stand eine Einführung in die berühmte Messier-Liste des französischen Astronomen Charles Messier (1730 – 1817). Diese umfasste damals (1781) 103 Objekte, wurde Anfang des 20. Jahrhundert erweitert und beinhaltet seit 1966 nunmehr 110 Nebel, Sternhaufen und Galaxien.

Ursprünglich diente die Liste dazu, Objekte festzuhalten, die bei der Kometensuche leicht verwechselt werden konnten. Heute gehören viele dieser Himmelsobjekte zu den beliebtesten Beobachtungszielen für Amateurastronomen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf der damaligen Beobachtungstechnik. Messier arbeitete unter anderem mit Spiegelteleskopen nach dem Prinzip des Gregorianischen Reflektors. Im Vergleich zu heutigen Instrumenten waren diese Teleskope optisch deutlich einfacher aufgebaut und in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt. Dennoch gelang es Messier zahlreiche schwache Nebelobjekte aufzuspüren und sorgfältig per Hand unter Zuhilfenahme eines Bleistiftes, zu dokumentieren. Besonders bemerkenswert ist dabei die Genauigkeit der damaligen Positionsangaben und Beobachtungsnotizen, die trotz der technischen Einschränkungen eine erstaunlich zuverlässige Grundlage für spätere astronomische Arbeiten bildeten.

Den Teilnehmern wurde außerdem der Ablauf der geplanten Beobachtungsreihe an der Sternwarte vorgestellt. Im Laufe des Jahres sollen zahlreiche Messier-Objekte gemeinsam aufgesucht und beobachtet werden. Begleitend dazu gibt es eine Stempelkartenaktion für alle 110 Messier-Objekte: Für jedes erfolgreich beobachtete Objekt kann ein entsprechender Stempel gesammelt werden.

Hinweis zu den Beobachtungsabenden:
Der Start der praktischen Beobachtungen erfolgt am 20. März 2026 auf der Herbert-Albrecht-Sternwarte. Weitere Beobachtungstermine sind (bei geeignetem Wetter) jeweils freitags zu den normalen Öffnungszeiten der Sternwarte.

Die Messier-Rallye erstreckt sich über das gesamte Jahr. Die Sammelkarten werden an der Sternwarte für einen Unkostenbeitrag von € 1,00 ausgegeben. Die erfolgreichsten Teilnehmer werden mit Sachpreisen geehrt. Interessierte Besucher, Neulinge und Fortgeschrittene sind herzlich willkommen. Die Sternenfreunde hoffen auf eine rege Beteiligung. 🔭✨

Die Präzession der Erde verständlich erklärt

Bericht vom Februar-Monatstreff der Sternenfreunde:

Beim letzten Monatstreff der Sternenfreunde Brombachsee e. V. konnten neun Vereinsmitglieder sowie zwei interessierte Gäste begrüßt werden. Den Vortrag des Abends hielt der Vereinsvorsitzende Harald Litwa zum Thema Präzession – einem grundlegenden, aber oft wenig bekannten Phänomen der Himmelsmechanik.

Zum Einstieg gab Herr Litwa einen Überblick über die aktuell gut sichtbaren Sternbilder des Februarhimmels. Besonders im Fokus stand das markante Wintersechseck mit seinen hellen Hauptsternen. Von dort spannte sich der Bogen zu den enthaltenen Sternbildern und weiter zu den Tierkreiszeichen, die vielen vor allem aus der Astrologie bekannt sind, deren astronomische Grundlagen jedoch häufig weniger geläufig sind.

Im weiteren Verlauf wurden die wissenschaftlichen Ursachen der Präzession anschaulich erläutert. Dabei wurde auch auf das Kreiselgesetz hingewiesen, das die Taumelbewegung rotierender Körper beschreibt und somit auch auf die Bewegung der Erdachse anwendbar ist. Sehr anschaulich demonstrierte Herr Litwa diesen Effekt mit einem „Brummkreisel“, an dem das typische Taumeln eines rotierenden Körpers direkt beobachtet werden konnte.

Auf dieser Grundlage wurde erklärt, warum die Erdachse über sehr lange Zeiträume hinweg ihre Ausrichtung verändert und sich dadurch Himmelspole und Himmelsäquator langsam verschieben. In der Folge verändert sich damit auch die zeitliche Stellung der Sonne in den Tierkreissternbildern gegenüber den Tierkreiszeichen.

Daraus erklärt sich die heute knapp einmonatigen Diskrepanz zwischen den Tierkreiszeichen und den Tierkreissternbildern. Der Vortrag vermittelte die komplexen Zusammenhänge in verständlicher Form und wurde von den Teilnehmern mit großem Interesse verfolgt.